Moin aus der Abotheke! Heute gibt’s nichts zum Schrauben, sondern was auf die Ohren. Die Jukebox ist eröffnet, und der erste Song ist gleich einer, der ein bisschen wehtut.
Samstagnacht in Jemgum – oder: Matsch, Kutten und Erdbeerwein
Ein Zelt, ein Boden wie frisch gepflügt, Kutte an Kutte. In der Hand Boone’s Farm Strawberry Hill, süß und billig, so wie wir damals das Leben mochten. Wir waren zu fünft, am linken Ende vom Tresen.
Die erste Reihe – von links nach rechts
Die erste Reihe durchmarschiert. Manche haben geknurrt, manche nicht. Falsche Worte zur falschen Zeit, und zehn Minuten später war das halbe Zelt leer. Damals hielten wir das für Stärke.
Oberliga-Träume – oder: Wenn der Club zu groß träumt
Bei der Polizei eine Akte, Einladungen kamen keine mehr. „Egal“, haben wir gesagt. Dann haben die Großen uns die härtesten Jungs weggeholt. Die, die blieben, wurden leiser, und auf einmal grüßten uns die Leute wieder.
Die Zeche – oder: Nüchtern betrachtet
Gewonnen hat am Ende keiner, die Rechnung zahlt jeder selbst. Wenn heute einer an mir vorbei zum Tresen will, lasse ich ihn durch. Hol dir dein Bier.
Unsere Zeit in der ersten Reihe ist vorbei. Unser Platz am Tresen nicht.
Bleibt Asphalt gläubig!
Euer Wirt aus der Abotheke
Der Song zum Mitlesen
Songtext „The First Row“ (Englisch)
Alright lads. Left end of the bar. Nobody stops.
Saturday night in Jemgum, a tent out in a field
Patches wall to wall and mud up to the heel
Five of us with Strawberry Hill, sticky-sweet and cheap
Lined up at the left end – forty feet to sweep
“Excuse me, sorry, mind your beer” –
Nah, we ain’t sorry, we’re just here
First row! (First row!)
Left end to the right end, single file
First row! (First row!)
Some just grumble, some don’t smile
First row! (First row!)
Nobody queues where the ABOs go
We don’t wait for a drink in the second row
Big fella growls, but he lets us squeeze on by
Next one puts his glass down, won’t step aside
I lean in close, real friendly, and I say:
„Gleich klatscht es hier nicht nur Beifall.“
A table goes over, the band keeps playin‘ on
Ten minutes later half the tent is gone
First row! (First row!) …
Cops got a folder with our name on the spine
Invites stopped comin‘ – well, that suits us fine
We played in the big league, or thought that we did
Little village club punchin‘ way above its weight
Then the big boys came with a better deal
Took our front-row boys and a brand new patch to wear
And the ones who stayed got a little less loud
Started sayin‘ hello to the rest of the crowd
Funny thing. When the hard boys left, people started smilin‘ at us again.
Counted the winners, counted the scars
Counted the nights that got lost in the bars
Sober and honest, if you add it all up
Nobody won – we just ran up the tab
First row! (First row!)
Left end to the right end, long ago
First row! (First row!)
Now I’m the one who lets you go
First row! (First row!)
Get your beer, mate, I’m in no rush
I’ve done my time in the first row
Die erste Reihe – deutscher Begleittext
Samstagnacht in Jemgum. Zelt im Matsch, Kutte an Kutte.
Strawberry Hill in der Hand – süß und billig. Wir waren zu fünft.
Linkes Ende vom Tresen. Keiner bleibt stehen.
Wir liefen die erste Reihe durch, von links nach rechts.
Manche knurrten nur. Manche nicht.
„Gleich klatscht es hier nicht nur Beifall.“
Zehn Minuten später war das halbe Zelt leer.
Einladungen blieben aus – war uns egal, sagten wir.
Ein Dorfclub, der in der Oberliga mitspielen wollte.
Dann holten die Großen unsere härtesten Jungs.
Die, die blieben, wurden leiser.
Und auf einmal grüßten uns die Leute wieder.
Nüchtern betrachtet hat keiner gewonnen.
Am Ende zahlt jeder die Zeche.
Heute lass ich dich durch. Hol dir dein Bier.
Meine Zeit in der ersten Reihe ist vorbei.
Mehr aus der Abotheke
Noch Durst? Hier gibt’s Nachschlag vom Tresen:
Über den Song: Idee und Geschichte: Stephan, Abominogs MC – nach eigenen Erinnerungen aus wilderen Zeiten. Musik und Gesang mit KI erstellt (Suno). Cover: KI-Bild.
