Unterwegs
„Willkommen an der Reise-Abotheke! Wenn wir unterwegs sind, brennt die Luft. Hier findest du ehrliche Rezensionen, Bilder und Berichte von den angefahrenen Motorradtreffen, Biker-Partys und Rallys. Authentisch, ungeschönt und direkt vom Tresen der Szene.“
Die Free Eagles Delmenhorst feierten ihre 45th Anniversary. Fünfundvierzig Jahre. Das ist
kein Vereinsjubiläum, das ist eine halbe Lebensspanne auf zwei Rädern – und wir waren
natürlich nicht so blöd, uns das entgehen zu lassen.
Kleine historische Randnotiz, weil sie einfach zu gut ist, um sie zu verschweigen: Hätte man
uns Ende der Achtziger gefragt, ob wir freiwillig zu den Free Eagles fahren, hätten wir
vermutlich höflich abgelehnt. Andere Zeiten, andere Fehden, andere Regeln.
Heute? Heute trinkt man zusammen Bier auf derselben Wiese. Sagen wir’s, wie es ist:
Manchmal überlebt man seine eigenen Grundsätze einfach. Und das ist auch gut so.

Der Umweg ist Pflicht, sonst bist du kein Biker
Von uns aus zum Clubhaus an der alten Flakstellung, B 213 – eigentlich ein Katzensprung.
Aber wer fährt schon direkt, wenn die Landstraße lockt? Wer das tut, fährt Auto und kein
Motorrad.
Aus dem Katzensprung wurde also eine obligatorische einstündige Umwegtour. Der Regen,
den alle Wetter-Apps versprochen hatten, blieb aus – vermutlich aus Respekt vor dem
Jubiläum. Trocken und bestens gelaunt kamen wir auf dem Campground an.
Und dann lief das Programm ab, das jeder von euch im Schlaf kann: Zelt aufbauen, schnell
das Ständerbier, kurz Hallo sagen – und los geht’s.
Zwei Tage, an denen die alte Flakstellung ihrem Ruf gerecht wird. Feuer frei.
Schon Freitag füllte sich das Gelände zusehends, und spätestens Samstag war klar: Hier
wird nicht gefeiert, hier wird zelebriert.
Musikalisch gab’s auf die Ohren, wie es sich gehört. Freitag die Sinners mit Rockabilly –
dem Einstieg, bei dem man noch weiß, wie spät es ist. Samstag dann Coverdrive mit Rock,
bei dem selbst der Bierbecher in der Hand anfängt zu vibrieren, die Hütte bebt und du
irgendwann nicht mehr weißt, ob der Boden schwankt oder du selbst .
Versorgung? Bierwagen, Food-Trucks, Cocktailbar – keine Wünsche offen. Wer lange am
Tresen steht, braucht Standfestigkeit. Und irgendwann auch mal was Festes zwischen die
Zähne, bevor einen der Gerstensaft komplett von den Beinen holt.
45 Jahre – das schafft nicht jeder Verein, nicht jede Ehe
45 Jahre Free Eagles MC Delmenhorst.
Das ist keine Zahl, die man einfach so hinschreibt. Es sind mehrere Generationen Rocker,
die sich hier durchgezogen haben – durch Höhen, Tiefen und vermutlich auch durch die eine
oder andere Nacht, über die besser keiner mehr redet.
Und genau so haben sie’s auch gefeiert: groß.
Befreundete Clubs, bekannte Gesichter, überall. Man traf alte Bekannte, schüttelte Hände,
tauschte Geschichten aus – und stellte fest, dass die Gesichter zwar älter geworden sind,
die Geschichten aber offenbar nicht einen Tag gealtert sind. Manche davon hat man sogar
schon dreimal gehört. Erzählt sie trotzdem noch mal, Jungs.
Zwischen Geschenkübergabe, Umarmungen und Erinnerungen an Zeiten, an die man sich
besser nur bruchstückhaft erinnert, wurde wieder mal klar, was diese Szene eigentlich
zusammenhält:
Zusammenhalt, Charakter, Tradition – und Leute, die seit vierzig Jahren dieselbe Kutte
tragen und immer noch nicht müde geworden sind.

Alte Hasen, neue Gesichter, dieselbe Szene
Für uns war das Wochenende auch ein kleines Klassentreffen. Power Birds MC, Abominogs
MC, Rolling Wheels MC, Lagannya MC, Anima Venandi MC und noch einiges an weiteren
Clubs waren da. Dazu jede Menge Leute, die man irgendwann, irgendwo, irgendwie schon
mal getroffen hat – so ist das eben in dieser Szene, sie ist größer als man denkt und kleiner
als man glaubt.
Und dann gibt’s noch die ganz alten Hasen. Leute wie Stracky, dessen Name schon vor
Jahrzehnten ein Begriff war und der heute immer noch bei den Free Eagles mitmischt.
Am Ende erzählen nämlich nicht die Motorräder die Geschichte eines Clubs. Das machen
die Menschen, die drauf sitzen – und die, die trotz Rücken, Knien und grauem Bart noch
immer den Daumen auf den Starter legen.

Unser Fazit
Die 45th Anniversary der Free Eagles MC Delmenhorst war ein Wochenende, wie man
es sich wünscht: gute Leute, gute Musik, eine volle Hütte und eine Stimmung, bei der keiner
nach zwei Stunden nach Hause wollte.
Für viele endete die Party erst, als die Sonne schon wieder aufging. Und am Montag saß
dann der eine oder andere mit Kopfschmerzen am Frühstückstisch, ich zumindest- und
wusste genau: Das war’s wert.
Wer nicht da war, hat was verpasst. Wer da war, hat vermutlich am Montag langsamer
gemacht als sonst.
45 Jahre Free Eagles Delmenhorst. Chapeau. Und wenn der Daumen beim nächsten Mal
wieder auf den Starter drückt, ist eh alles andere egal.
Keep on riding.



Vierzig Jahre Hard Rider MC

Vierzig Jahre Hard Rider MC – das musste natürlich gebührend gefeiert werden.
Gutes Wetter, schöne Strecke
Die Wettergötter meinten es am dritten August-Wochenende gut mit uns und schraubten die wenig bikerfreundliche Hitze der Vortage auf ein absolut erträgliches Niveau herunter. Unser Road Captain hatte wieder eine feine Route über Nebenstrecken nach Jemgum ausgearbeitet. Unser Gastgeschenk eine aus Club eigener Produktion stammende Symbiose aus Stehtisch und Kaminofen, war am Vormittag noch rechtzeitig fertig geworden und so starteten wir am späten Samstagnachmittag vom Clubhaus – mit ordentlich Vorfreude auf eine geile Party im Gepäck.
Erstmal ein Ständerbier

Nach gut einer Stunde (von Edewecht nach Jemgum ist es ja nicht sehr weit) gab es zur Begrüßung erstmal den obligatorischen Kurzen und einen Jubiläums-Becher „40 Jahre Hard Rider MC“. Eine schöne Geste und ein super Andenken fürs Alter, über das sich viele gefreut haben.
Danach griff die gewohnte Routine: Campground besetzen, Zeltaufbau und Ständerbier. Ein bisschen interner Schnack unter Membern, was die Woche über so gelaufen ist. Bei einigen reichte ein einzelnes Ständerbier allerdings nicht ganz aus – entsprechend dauerte es etwas, bis die Mannschaft bereit zum Abmarsch Richtung Party-Area war.
Das große Shake Hands
Dort angekommen, stand erst die große Begrüßungsrunde an, direkt gefolgt von der Übergabe unseres Präsentes. Es ist immer wieder schön, wenn sich so viele bekannte Gesichter auf einem Haufen versammeln. Einziger Nachteil: Man hat verdammt viele Hände zu schütteln.
Taktisch klug ist es daher, im richtigen Moment das Mitbringsel zu zücken. Ich denke, wir lagen goldrichtig: Zumindest ließen zwei Meter Freibier und eine Flasche Osborne vermuten, dass unser Geschenk gut ankam. Die Funktion der Ofen-Stehtisch-Kombi werden wir dann auf der nächsten Winterparty in Augenschein nehmen.

Iss was

Natürlich hatte der Hard Rider MC die Party-Area nicht nur mit Festzelt und Bierwagen bestückt, sondern bot auch reichlich Kulinarisches aus der Küche: Fisch in vielen Variationen, Gyros, Grillgut und Pommes. Es dürfte für jeden etwas dabei gewesen sein. Leider setzte mein persönlicher kleiner Hunger erst nach Mitternacht ein. Gyros leider alle, Fischbude leer gekauft – gab es halt nur Pommes. Wer keinen Bock auf Bier oder Osborne hatte, konnte sich an der Cocktailbar wegschießen.
Nachdem die Crowd sich ausgiebig den Rechner resettet hatte, füllten sich im Laufe des Abends das Festzelt und die Tanzfläche zusehends. Bei dem von DJ Uwe Müller präsentierten Liedgut wurden ordentlich die Tanzbeine geschwungen.
Damals und heute
Ich kann mich ehrlich gesagt nicht mehr erinnern, das wievielte Treffen des Hard Rider MC das jetzt für uns war. Aber da dieser Termin traditionell fest im Kalender der Abominogs steht, dürften wir so ziemlich jedes mitgemacht haben.
Vierzig Jahre Hard Rider MC – und inzwischen das 35. internationale Motorradtreffen. Wenn man sich das mal auf der Zunge zergehen lässt, ist das schon eine Ansage.
Heute mal ganz nüchtern verglichen: Ein klein wenig vermisst man die alten Zeiten ja schon. Natürlich nicht unbedingt die Kuttentaufen unserer Frischlinge im Graben neben der Party – zumal wir erst später erfuhren, dass dort nicht nur Regenwasser, sondern angeblich auch das Abwasser der Toilettenspülung direkt in die Ems floss.

Aber live mit anzusehen, wie lange ein PKW-Motor im Stand durchhält, wenn das Gaspedal mittels Ziegelstein auf Anschlag steht, war schon extrem spannend. Nicht zu vergessen die spontanen, erotischen Momente, derer man sich zu späterer Stunde erfreuen konnte.
Ob man das harte Verteidigen der ersten Reihe an der Getränkeausgabe oder das Knistern in der dicken Luft heute noch braucht? Ich denke nicht. Wird heutzutage auch einfach zu teuer. Stattdessen wird heute in gediegener Atmosphäre bei kühlen Blonden Benzin geredet – um dann zu späterer Stunde doch wieder die Geschichten der Heldentaten aus der guten alten Zeit rauszukramen.
In Zukunft
Die Stille Post macht allerdings die Runde, dass das Gelände der Hard Rider MC mittelfristig einem Gebäude-Investor zum Opfer fallen soll. Das wäre verdammt schade. Der Platz bietet mit seiner direkten Lage am Hafen und dem Deich von Jemgum ein einmaliges Ambiente. Hoffen wir mal, dass in dem Fall ein gleichwertiger Ersatz gefunden wird und wir zum fünfzigsten Jubiläum erzählen können: „Weißt du noch, früher am Hafen von Jemgum…“

Vierzig Jahre sind schließlich nicht nur eine Zahl. Das muss man in unserer Szene erstmal schaffen.
CU.



Motorradtreffen des ABOMINOGS MC, was ging ab…

Wasserschlacht und Bombenstimmung
Pünktlich zum Start am Freitag öffnete Petrus sämtliche Wasserhähne. Nachbesserungen am Bühnendach waren sofort fällig und die Hoffnung auf ein volles Haus ging erst mal baden…
Aber der Gott der guten Partys dachte sich wohl: „Petrus kann uns mal!“ 😉 Dank reichlich überdachter Fläche und satter Mucke aus der Konserve wurde Freitagabend noch zur echt coolen Party!

Der Samstag: Warten auf den Umschwung
Der Samstagnachmittag plätscherte zunächst im wahrsten Sinne des Wortes so vor sich hin. Unsere Member brachten sich mit einigen kühlen Blonden und regelmäßigem, sorgenvollen Blick auf das Regenradar in Stellung. Man muss ehrlich sein: Die großen Trupps ankommender Bikes blieben wetterbedingt erst einmal aus, sodass sich auf dem Campground eine überschaubare, aber absolut regenresistente Truppe von Übernachtungsgästen versammelte. Und pünktlich zum frühen Abend wusste dann auch der Regen zeitweise wieder mit Anwesenheit zu glänzen.

Wenn auf die Szene Verlass ist
Aber auf unsere Szene ist eben Verlass! Als es dunkel wurde, wendete sich das Blatt komplett. Das Gelände füllte sich zusehends und wischte alle Befürchtungen des Nachmittags mit einem Schlag beiseite. Es war eine großartige, bunte Mischung aus befreundeten Clubs, Free Bikern und Partygängern, die sich vom Wetter die Laune nicht vermiesen ließen. Die Bude war voll, die Stimmung von der ersten Minute an gelöst. Es wurde Benzin geredet, gelacht und die durstigen Kehlen auf Betriebstemperatur gebracht.

Gegen 21:00 Uhr enterte dann unsere Live-Band Coverdrive die Bühne und drückte das Gaspedal komplett durch. Mit fettem Rock-Sound und einer perfekt eingepegelten PA hatten sie das Volk im Handumdrehen im Griff und lockten die Masse auf die Tanzfläche. Die Band hat alles gegeben, die Meute vor der Bühne hat alles genommen – so muss ein Treffen laufen! Bis weit in den frühen Sonntagmorgen feierten wir gemeinsam eine absolute Mega-Party, die wohl keiner so schnell vergessen wird.

Ein ganz dickes Danke geht an alle, die trotz der nassen Bedingungen den Weg zu uns gefunden und die Hütte gerockt haben. Ihr ward spitze!

Vielen Dank auch an die Firma Hilgen Fuhrunternehmen, die mit einer LKW Ladung Füllsand den PKW Parkplatz wieder befahrbar machte, an die GVT-Veranstaltungstechnik für die Lichttechnik, an die Baumschule de Graf für den Trecker und die Firma Koopmann aus Oldenburg für den geilen Becks Bierwagen.
Euer Abotheker und Secretary ABOMINOGS MC
Super Rally Dänemark 2026: 50 Jahre Dröhnen im Gebälk – Eine Rezeptur gegen akuten Asphalt-Mangel

Moin aus der Abotheke!
Wenn der Wirt sich mal für ein paar Tage aus dem Staub macht, dann meistens, weil der Wirkstoff Pegel aus Benzin und Bass bedrohlich gesunken ist. Im Mai hat es mich mit ein paar Clubmembern ins Land von Smørrebröd und Gemütlichkeit gelockt, um auf der Super Rally Dänemark dem Kult rund um die Marke Harley-Davidson zu huldigen. 50 Jahre Club, 50. Super Rally® und das Ganze zum fünften Mal auf dänischem Boden.
Wer jetzt an ein gemütliches Kaffeekränzchen denkt, hat den Realitätsverlust bereits im Endstadium. Hier die Diagnose meines Besuchs:
Die Anreise: Von deutschen Baustellen zur dänischen Entschleunigung
Nachdem man als Ammerländer auf dem Weg dorthin nicht an Altersschwäche gestorben ist – weil man in der Brückenbaustelle in Bremen und bei der Durchquerung des Elbtunnels eine gefühlte Ewigkeit verbracht hat – und auch die Bekloppten auf den deutschen Autobahnen einem nix anhaben konnten, eröffnete sich sofort nach der Grenzüberfahrt tatsächlich eine spontane Entschleunigung. Ab der Grenze war die Strecke nach Fredericia extrem entspannt.
In der Stadt angekommen, fehlte mir ein bisschen die wegweisende Beschilderung. Hat ja schließlich nicht jeder eine Road Glide mit Navi unterm Hintern. Aber am Veranstaltungsort angekommen, wurden Mann und Maschine von reichlich postierten, humanen Leitpfosten in Warnwesten zu ihrem Campground geleitet.
Wacken-Vibes und humane Leitpfosten
Und Campgrounds gab es reichlich! Welche für Motorradclubs, welche für große Motorradclubs, welche zwischen und auf Hügeln und welche, die besonders weit weg vom eigentlichen Partygelände waren. Alter Schwede, wie bekloppt muss man sein, solche Strecken latschen zu wollen? Mit reichlich Promille auf dem Kessel findest du da niemals deine Ruhestätte wieder. Und tatsächlich mussten wir zu späterer Stunde einige Irrläufer wieder auf ihren richtigen Pfad geleiten.
Am Mittwochabend bei der ersten Bierrunde gab es erstmal ein ordentliches „Oh ha!“. Der Platz glich durch den Regen am Mittwoch in Verbindung mit dem lehmigen Sandboden einer absoluten Rutschbahn. Wacken-Fans hätten das sicherlich prima gefunden. Wir hingegen waren eher besorgt um den standesgemäßen Erhalt unseres Outfits – insbesondere, da einige Ausrutscher verdeutlichten, wozu dieser Lehm imstande war. Zum Glück war der Platz ab Donnerstag wieder relativ trocken.

Kutten-Kultur und die Quarantäne für Kassenpatienten
Die Dänen wissen definitiv, wie man eine Großveranstaltung schmeißt. Madsby Park in Fredericia war schon 2008 Schauplatz der bisher größten Super Rally. Die Stadt stand Kopf und hat sogar VIP-Parkplätze für Harleys direkt am Axeltorv und am Rathausplatz klargemacht. Ein schöner Kontrast zur üblichen „Parkverbot für alles, was Krach macht“-Attitüde in deutschen Innenstädten.
Wichtig für die „No AMI“-Fraktion auf dem Gelände: Auf das Hauptgelände durften nur Harley, Buell und Indian. Wer mit einer Honda Goldwing anrollte, durfte draußen auf dem Non-HD-Parkplatz schmachten – quasi die Quarantäne-Station für Kassenpatienten. Hart, aber fair – das ist eben die Super Rally-DNA.
Und was die Hausregeln am Zelt angeht: In Fredericia war man entspannt. Eine angemessene Menge Fremd-Anästhetikum für den Eigenbedarf am Zelt war okay, solange man das Zeug nicht mit in den akuten Eventbereich geschleppt hat.
Kulinarik auf Rezept: Die 55-Euro-Therapie
Rund um das Zentrum des Party Geschehens war die übliche Mischung aus Verkaufsständen und Fressbuden aufgebaut. Bis auf kleine kulinarische Kostproben – ich hatte vorher beispielsweise noch nie frittierte Schweineschwarte – konnte ich persönlich jedwedem Konsumrausch widerstehen.
Dafür haben mich die Verkaufsstellen für Hopfenkaltschalen schon eher angesprochen. Und da die Dänen, wie bereits erwähnt, recht gemütlich unterwegs sind, wurde einem die Entscheidung, wie viel Geld man gegen Bons tauschen wollte, direkt abgenommen: Die Bons gab es nur im Block für 55,00 €. Nicht wie bei uns: „Gib mir mal erst für’n 10er und dann nuckel ich den ganzen Abend an drei Cola rum.“ Umgerechnet sind das 400 DKK, oder in Bier gerechnet: 10 Halbe. Gut gekühlt und echt trinkbar. Insgesamt waren die Preise für Getränke also noch in Ordnung. Auch zeigte sich, dass die Gemütlichkeit bei den Dänen sofort endet, wenn es was zu verdienen gibt – der Service an den Theken war verdammt flott!
Akustische Medikation: Hardrock und Swamp-Vibes
In der Abotheke gilt: Ohne Rock für die Seele läuft nichts. Bands wie das John Lindberg Trio aus Schweden haben den Rock ’n‘ Roll so richtig durchgepeitscht. Wer es härter brauchte, bekam mit Metallica Jam oder dem texanischen Boogie-Sound von ZZ-Top Jam eine Dosis verpasst, die schärfer war als ein BBQ im Lone Star State. Mein persönliches Highlight? Heep Purple. Wer auf die 70er und röhrende Orgeln stand, war hier genau richtig austherapiert.
Fazit des Wirts
Für 90 Euro gab es das Rundum-Sorglos-Paket für den gesamten Behandlungszeitraum inklusive dreimal Frühstück. Wer mit dem Wohnmobil anreisen wollte, musste allerdings tief in die Tasche greifen (ca. 265 € inkl. Eintritt) und auf jeglichen Luxus wie Strom oder Wasser am Platz verzichten. Aber wer braucht schon fließend Wasser, wenn das Bier kalt ist und man so viele Bekannte trifft?
Die Super Rally 2026 war die perfekte Kur gegen Fernweh. Risiken und Nebenwirkungen? Ein heftiges Pfeifen in den Ohren und ein chronisches Verlangen nach mehr Hubraum.



Bleibt Asphalt gläubig!
Euer Wirt aus der Abotheke